Klimawandel, der Rückgang der biologischen Vielfalt, Krisen, Kriege und soziale Ungleichheiten stellen Gesellschaften weltweit vor neue Herausforderungen. Parallel dazu sind in vielen Gesellschaften Veränderungen zu beobachten, etwa ein sinkendes Vertrauen in demokratische Institutionen, zunehmende Polarisierung und das Erstarken autoritärer Strömungen. Vor diesem Hintergrund kommt Bildung eine zentrale Rolle zu. Sie soll junge Menschen dazu befähigen, verantwortungsbewusst mit ökologischen und sozialen Fragen umzugehen und zugleich demokratische Werte, Beteiligung und Urteilsfähigkeit zu fördern. Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) und Politische Bildung verfolgen dabei gemeinsame Ziele und ergänzen sich in ihren Ansätzen. BNE und Politische Bildung greifen ineinander:
- Partizipation: Wer nachhaltige Lösungen entwickeln will, muss mitreden und mitentscheiden können.
- Kontroversität: Nachhaltigkeitsthemen sind oft konfliktreich. Politische Bildung lehrt, unterschiedliche Positionen auszuhalten und konstruktiv zu verhandeln.
- Gerechtigkeit: Ökologische Fragen sind immer auch soziale Fragen. Demokratisches Denken hilft, diese Dimensionen sichtbar zu machen.
- Nachhaltigkeit als Konfliktfeld: Nachhaltigkeit ist kein harmonischer Zustand, sondern ein komplexes politisches Aushandlungsfeld.
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