Montag 27. Juni 2016

Inhalt:


Der Weltuntergang – aufgeschoben ist nicht aufgehoben

ERMÄSSIGTE VORFÜHRUNGEN FÜR SCHULKLASSEN!

Eine Collage mit Texten von, nach und für Jura Soyfer zum 75. Todestag des 1939 im KZ Buchenwald ermordeten Autors.

Teatro caprile hat aus den Stücken "Der Weltuntergang – Die Welt steht auf kein' Fall mehr lang", "Der Lechner Edi schaut ins Paradies", "Vineta" und "Broadway Melodie 1492", der "Geschichtsstunde im Jahre 2035" sowie kurzen Briefzitaten von Soyfer und seiner Freundin Helli Ultmann eine vielgestaltige, mit Liedern aufgelockerte und großteils auch sehr amüsante Liebeserklärung an unsere Erde zusammengestellt.

Jura Soyfer, einer der wichtigsten politischen Autoren der 1930er-Jahre, wurde nicht einmal 27 Jahre alt. 1912 in der Ukraine geboren, kam er 1921 mit seinen Eltern auf der Flucht vor der bolschewistischen Revolution nach Wien, wo er zunächst das Gymnasium absolvierte und später auch zu studieren begann. In den 1930er-Jahren beteiligte er sich vor allem durch seine Literatur aktiv am Widerstand gegen den (Austro-)Faschismus, was auch zahlreiche Verhaftungen nach sich zog. Am 13. März 1938 wurde Soyfer an der schweizerischen Grenze von österreichischen Beamten verhaftet und starb am 16. Februar 1939 im KZ Buchenwald an Typhus.

 

Neben zahlreichen Gedichten, Zeitungsartikeln und Kurzszenen schrieb Jura Soyfer fünf Theaterstücke, die 1936/37 ihre Uraufführungen auf den vom österreichischen Ständestaat (1933-1938) geduldeten Kleinkunstbühnen Wiens erlebten. Theater war für Jura Soyfer nicht reine Unterhaltung, sondern mit den recht eingängigen Stilmitteln der Satire, des Kabaretts und Volksstücks kritisierte er die menschenverachtende Wirtschaftspolitik und Kriegstreiberei der 30er-Jahre, thematisierte die Arbeitslosigkeit und die Bedrohung Österreichs durch Hitler-Deutschland. Er wollte die Menschen wachrütteln, an sie appellieren, dass Widerstand und Veränderung möglich sind.

 

Dramaturgie & Regie: Andreas Kosek

Schauspiel: David Czifer/Tony Matzl, Sandra Högl, Katharina Grabher, Andreas Kosek, Andrea Nitsche & Adi Straßmayr

Dauer der Schulversion: 85 Minuten (keine Pause)

 

Das Stück ist besonders geeignet für SchülerInnen ab 15 Jahren und bietet fächerübergreifende Informationen zur Aufarbeitung des NS-Regimes mit zeitgeschichtlicher Relevanz auf der Basis eines witzigen, humorvollen und rasant gespielten Theaterstücks.

 

Durch Unterstützung des Nationalfonds der Republik Österreich kann das Stück von Schulen zum ermäßigten Kostenbeitrag von € 250,- (in Wien und Umgebung; außerhalb Wiens zuzüglich Reise- und gegebenenfalls Übernachtungskosten) angefordert werden.

 

Information und Anmeldung:

teatro caprile

T 06 76/926 96 91 oder 06 76/926 96 92

teatro.caprile@aon.at

www.teatro.caprile.at.tf

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