Inhalt:

Der Euro: Welche Länder haben ihn?

Anhand von Euromünzen und Euroscheinen beschäftigen sich die SchülerInnen mit dem Thema Geld und bringen in Erfahrung, wo überall der Euro gilt und welche Währungen es vor der Einführung des Euro gab.

Dauer 2 Unterrichtseinheiten
Schulstufe ab der 3. Schulstufe
Methoden Gruppenarbeit, Diskussion, Einzelarbeit

Materialien

Kopiervorlagen 
Kompetenzen Sachkompetenz
Zielsetzungen Die Kinder beschäftigen sich mit dem Thema Geld und erfahren, dass der Euro nicht nur in Österreich, sondern auch in anderen europäischen Ländern als Zahlungsmittel eingesetzt wird.
Lehrplanbezug Grundlagen für ein europäisches Bewusstsein legen; Erfahrungs- und Lernbereich Raumorientierung
Quelle

Europa in der Volksschule. Unterrichtsbeispiele und Projektideen, Wien: Edition polis, 7. aktualisierte Auflage 2026.

Aktualisiert 25.8.2026

 

Ablaufbeschreibung

 

Einleitung

Besprechen Sie mit den Kindern, dass früher jedes Land in Europa eine eigene Währung hatte. Es wurde daher viel häufiger Geld gewechselt als heute. Fragen Sie die Kinder, ob sie wissen, welche Währung es in Österreich früher gab und welche anderen Währungen sie kennen.

 

Schritt 1:

Euromünzen

Teilen Sie den Kindern die Kopiervorlage "Euromünzen" aus und besprechen Sie die Münzen mit ihnen. Es gibt acht Euromünzen und sieben Euroscheine (der 500 Euroschein wird nicht mehr gedruckt). Die Vorderseite der Münzen ist in allen Ländern des Euroraums einheitlich gestaltet. Die Rückseite zeigt in jedem Mitgliedsland ein anderes, von nationalen KünstlerInnen entworfenes Motiv. Alle Münzen können im gesamten Euroraum verwendet werden.

Die Kinder schauen sich in der Klasse oder zu Hause die österreichischen Rückseiten der Euromünzen an und zeichnen sie in die leeren Kreise der Kopiervorlage.
Besprechen Sie mit den Kindern, was die Rückseiten bedeuten und warum sie ausgewählt wurden. (Es gibt auch viele Sonderprägungen, die hier nicht berücksichtigt sind.)

  • 2 Euro: Bertha von Suttner, Streben nach Frieden

  • 1 Euro: Wolfgang Amadeus Mozart, Land der Musik

  • 50 Cent: Wiener Secession, Geburt des Jugendstils

  • 20 Cent: Schloss Belvedere, wichtiges Bauwerk aus der Barockzeit

  • 10 Cent: Turm des Stephansdoms, bedeutendes Bauwerk der Gotik

  • 5 Cent: Primel, als Zeichen für eine gesunde Natur

  • 2 Cent: Edelweiß, zur Erinnerung an den Schilling

  • 1 Cent: Enzian, als Zeichen für eine gesunde Natur

Schritt 2:

Euroscheine

Teilen Sie die Kinder in Kleingruppen ein und teilen Sie die Kopiervorlage "Euroscheine" aus. Wenn möglich, sollte jede Gruppe einen echten Schein erhalten, damit die Gruppe die Sicherheitsmerkmale betrachten kann. Sie können sich aber auch zu jeder Gruppe kurz dazusetzen und den Kindern den Schein zum Anschauen und Angreifen geben.

Jede Gruppe entwirft nun ein Plakat, auf dem die Sicherheitsmerkmale des Euro erklärt werden.

 

Schritt 3:

Gruppenarbeit "Eurozone"

Besprechen Sie mit den Kindern, dass Österreich den Euro im Jahr 2002 eingeführt hat, dass aber noch immer nicht alle Mitgliedstaaten der EU den Euro als Zahlungsmittel benutzen.

Teilen Sie die Kinder in Gruppen von vier bis sechs Personen. Geben Sie jeder Gruppe eine Karte der EU, eine Kopiervorlage "Eurozone Buchstabensalat" und eine Kopiervorlage "Eurozone Karte". Erklären Sie den Kindern, dass jene Länder, die den Euro als Zahlungsmittel benutzen, als Eurozone bezeichnet werden. Die Kinder sollen nun herausfinden, welche Länder in der EU keinen Euro haben und die Euro-Länder auf ihrer Karte blau ausmalen. Die Länder der so genannten Eurozone finden die Kinder im Buchstabensalat.

 

Schritt 4:

Recherche: Rückseiten der Euromünzen

Die Kinder erhalten als Aufgabe, ein paar Tage lang mit den Eltern das Wechselgeld in der Brieftasche durchzuschauen. Sie sollen herausfinden, aus welchen Ländern die Euromünzen stammen und was auf den Rückseiten alles abgebildet ist. Die Kinder machen Bilder/Skizzen von den Rückseiten und notieren sich die jeweiligen Länder dazu.
Die Ergebnisse können dann in der Klasse verglichen werden.

  • Welche Länder kommen am häufigsten vor? Was könnte der Grund dafür sein?
  • Welche Münzen waren leicht zuzuordnen, welche nicht? Warum?

Die Skizzen können auf ein großes Plakat geklebt werden, das in der Klasse aufgehängt wird. Als Alternative können die Kinder die Struktur der Münzen auch sichtbar machen, indem sie ein Blatt darüber legen und die Münze mit einem Stift abrubbeln.

 

Schritt 5:

Interview

Die Kinder fragen Erwachsene (Eltern, Großeltern etc.), ob sie jemals eine andere Währung als den Euro verwendet haben und ob sie noch Münzen und Scheine dieser Währung aufbewahrt haben. Personen, die erst nach der Einführung des Euro nach Österreich gekommen sind, nennen ihre damalige Landeswährung.

 

Die Kinder führen ein Interview mit einer Person:

  • Welche Währung magst du lieber? Den Euro oder die Währung, die du früher verwendet hast? Warum ist das so?
  • Was sind die Vorteile des Euro, was sind die Nachteile?
  • War für dich die Umstellung schwierig? Warum war sie schwierig?

Die Ergebnisse der Recherche werden dann in der Klasse verglichen.

Unterlagen für die Übung

Kopiervorlage Euromünzen [pdf, 1,1 MB ]

Kopiervorlage Eurozone Buchstabensalat [pdf, 623 KB] | inkl. Lösung [pdf, 199 KB]

Kopiervorlage Eurozone Karte [pdf, 863 KB]

Kopiervorlage Euroscheine [pdf, 1,5 MB]

 

Weiterführende Links

Politiklexikon für junge Leute: Euro | Währung | Europäische Union
www.oenb.at/der-euro/bargeld.html
Informationen rund um den Euro, inklusive Infos zu den Euromünzen sowie zu den Sicherheitsmerkmalen.
https://finanzbildung.oenb.at/schule-und-kindergarten/ueberblick-schule.html
Unterrichtsmaterialien für die Volksschule zur Geschichte des Geldes, zum Bargeld und Zahlungsverkehr und zum Umgang mit Geld.

polis aktuell 4/2020: Märkte und Moneten.

Für den Volksschulbereich (bzw. die 5. und 6. Schulstufe) aufbereitet. Themen: Bedürfnisse und Wünsche als Grundlage wirtschaftlichen Handelns, Entwicklung und Funktion des Geldes und Märkte (Flohmärkte, Tauschmärkte, globale Märkte und Finanzmärkte).

 

Zentrum polis - Politik Lernen in der Schule, Helferstorferstraße 5, 1010 Wien
T 01/353 40 20 | service@politik-lernen.at