Der Staatenwelt ist es bis heute nicht gelungen, diese Grenzen im selben Maße wie die Wirtschaft zu überwinden und dem globalen Markt auch eine globale Politik als Regelmechanismus entgegenzustellen. Nationalstaatliche Interessen verhindern noch immer in vielen Bereichen (Soziales, Umwelt, Energie, Nahrung) das angesichts der anstehenden Probleme dringend notwendige globale politische Handeln. An die Stelle der Nationalpolitik treten heute häufig transnationale Nichtregierungsorganisationen und übernehmen die Rolle globaler Kontrolleure von sozialen Standards, Arbeitsbedingungen, Menschenrechten und Umweltauflagen. Dieses im vorliegenden Heft skizzierte Problemfeld stellt auch für die Demokratie eine neue Herausforderungen dar. Wenn Politikverdrossenheit und Demokratiemüdigkeit auf die Ohnmacht des Staates und seiner BürgerInnen gegenüber einer wirtschaftlich globalisierten Welt zurückzuführen ist, dann ist ein neues Demokratiebewusstsein gefordert. Denn auch Konzerne buhlen um die Stimmen der Menschen. Bei jedem Einkauf treffen wir eine Wahl, jedes erworbene Produkt ist auch ein politisches Statement. Bewusst eingesetzt, ist die Macht als KonsumentIn vielleicht heute schon größer als das Kreuz am Wahlzettel.
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