In jedem Kopf ist eine Welt und ein Anspruch, der jede andere Welt, jeden anderen Anspruch ausschließt.
aus: Ingeborg Bachmann: Unter Mördern und Irren
Wie alles angefangen hat ...
Schon im Herbst 2000 mehrten sich Anfragen von Lehrkräften hinsichtlich der Abhaltung von Workshops an Schulen. Auf diese Nachfrage zu reagieren, war uns ein Anliegen. Das Angebot an menschenrechtlicher & antirassistischer Bildungsarbeit für Kinder & Jugendliche zwischen 7 bis 15 Jahren war und ist bislang nicht sehr groß. Es hat sich wunderbar getroffen, dass auch Stefanie van Felten von der WUK-KinderKultur im Winter 2000/2001 auf der Suche nach KooperationspartnerInnen war, die bei einem Kinderprojekt, das die Abhaltung von Trainings für den alltäglichen Umgang miteinander zum Ziel hatte, mitwirken wollten. Die Kooperation zwischen WUK-KinderKultur und Zentrum polis ist eine sich wunderbar ergänzende: Die WUK-KinderKultur stellt die Infrastruktur zur Verfügung, Zentrum polis ist für die inhaltliche Entwicklung der Workshops und für die WorkshopleiterInnen verantwortlich.
Aber was ist eine Idee ohne die entsprechenden Gelder?
Die Abteilung Politische Bildung des BMBWK signalisierte ihr Interesse an der geplanten menschenrechtlich orientierten Bildungsarbeit und finanzierte die Veranstaltungswoche im Frühjahr 2001. Und ermöglicht seither, dass die Veranstaltungswoche zwei Mal jährlich im WUK über die Bühne gehen kann! In der Folge fanden wir Unterstützung durch weitere SponsorInnen wie die AUVA, die Österreichische Beamtenversicherung, MA 7 - 9. Bezirk, MA 57 - Frauenbüro der Stadt Wien, UNESCO und Arbeiterkammer Wien (Abteilung Arbeitswelt & Schule). Ihnen allen sei an dieser Stelle herzlich gedankt.
Wir haben Recht! Die Idee ist gut.
"Ich hab recht!" "Nein, ich bin im Recht!" "Aber ich habe das Recht dazu!" "Findest du das gerecht?"
Das sind Redewendungen, die jedeR im zwischenmenschlichen Umgang schon gebraucht hat - und meist in Konfliktsituationen. Auseinandersetzungen zwischen Menschen sind nicht zu umgehen, aber was tun, um die Würde der anderen bei einem Streit nicht zu verletzen? Richtig Streiten will gelernt sein. Dazu gehört das Handwerkszeug zum alltäglichen Umgang miteinander: couragiert handeln, Konflikte austragen und nicht vermeiden, Sensibilität im Umgang mit der eigenen Sprache, Grenzen akzeptieren (die eigenen und die fremden), das eigene Selbstbewusstsein stärken und respektvoll miteinander umgehen.
Damit die Welten in den Köpfen einander näher kommen. Damit verschiedene Welten einander begegnen können. Damit Deine Welt in Deinem Kopf mir nicht mehr fremd ist.