Druckansicht - Freitag 30. Juli 2010
Alle Kinder arbeiten, auch du

 

In diesem Unterrichtsbeispiel steht das Thema Arbeit im Mittelpunkt. Die SchülerInnen beschäftigen sich mit dem Unterschied zwischen Arbeit und Ausbeutung sowie zwischen Arbeit zum Lebensunterhalt oder Arbeit als Freundschaftsdienst oder zur Aufbesserung des Taschengelds . 




Dauer1-2 Unterrichtseinheiten, je nach Ausführlichkeit des Brainstormings
Schulstufe3.-7. Schulstufe
MethodenBrainstorming, Kleingruppenarbeit oder Aufstellung, Diskussion

Vorbereitung / Materialien

Kopien der Kopiervorlage oder vier Plakate (mit den Aufschriften gut / eher gut / eher schlecht / schlecht) für jede Ecke des Raums
Quelle

Ausserer Ingrid, Hladschik Patricia, Turek Elisabeth: "Ich kauf mir was"

Wirtschaftserziehung und VerbraucherInnenbildung. Unterrichtsbeispiele für die Volksschule. Wien: Edition polis, 2010.

 

Für die 5.-7. Schulstufe:

Konsum und Lebensstil, polis aktuell Nr.3, 2010 , Wien: Zentrum polis

 

Autorin: Patricia Hladschik

 

Zielsetzung

 

Die Kinder setzen sich mit dem Begriff der Arbeit und mit ihrer Wertigkeit auseinander. Die Kinder erkennen, dass nicht jede Arbeit, die Kinder verrichten, von vornherein schlecht ist. Sie beschäftigen sich mit dem Unterschied zwischen Arbeit und Ausbeutung sowie mit dem Unterschied zwischen Arbeit zum Lebensunterhalt oder Arbeit als Freundschaftsdienst oder zur Aufbesserung des Taschengelds.  

 

Lehrplanbezug/Fächer

 

3.-4. Schulstufe:

Erfahrungs- und Lernbereich Gemeinschaft: Zum Zusammenleben in größeren Gemeinschaften durch soziales Verhalten und Handeln beitragen.

Erfahrungs- und Lernbereich Wirtschaft: Kenntnisse / Zusammenhänge über Wirtschaftsformen, Arbeit, Verdienst gewinnen. Persönliche und wirtschaftliche Bedeutung von Arbeit.  

 

5.-7. Schulstufe:

Unterrichtsprinzip Wirtschaftserziehung und VerbraucherInnenbildung; Geschichte und Sozialkunde / Politische Bildung; Deutsch  

 

Ablaufbeschreibung


Machen Sie mit den Kindern ein Brainstorming zu folgenden Fragen:
  • Was ist Arbeit aus eurer Sicht?
  • Wo ist für euch der Unterschied zwischen Arbeit und Freizeit?
  • Gibt es auch Arbeit, für die man kein Geld bekommt? Aus welchen Gründen arbeitet ihr?
  • Gibt es überhaupt jemanden in der Klasse, der / die noch nie gearbeitet hat? (Beachten Sie, dass der Begriff Arbeit hier nicht die vertragliche Dienstleistung meint, zu der sich Jugendliche erst ab dem 14. Lebensjahr verpflichten dürfen, sondern Tätigkeiten wie Babysitten etc.)

Schreiben Sie die Ideen der Kinder mit, sodass sie sich in den nachfolgenden Diskussionen darauf beziehen können. Geben Sie einen kurzen Überblick über Kinderarbeit weltweit. Achten Sie darauf, nicht die brutalsten Beispiele von Ausbeutung auszuwählen.

 

Variante 1

  • Teilen Sie die Kinder in Kleingruppen und geben sie jedem Kind eine Kopie des Arbeitsblatts „Welche Arbeit ist gut für Kinder, welche nicht?".
  • Die Kinder sollen nun gemeinsam die dargestellten Arbeitssituationen diskutieren und überlegen, ob diese Arbeit für Kinder in ihrem Alter gut ist oder nicht. Danach entscheidet jedes Kind für sich, welche der vier vorgeschlagenen Antworten es ankreuzt.
  • Nach Abschluss der Gruppendiskussion können Sie einige Beispiele mit der gesamten Klasse diskutieren. Mögliche Ansatzpunkte: Bei welchen Beispielen hat es große Einigkeit gegeben? Welche Situationen wurden sehr unterschiedlich bewertet? Bei welchen Beispielen war es schwierig, sich zu entscheiden?

Variante 2

  • Hängen Sie in jede Ecke des Raums ein Plakat mit folgenden Aufschriften (gut, eher gut, eher schlecht, schlecht).
  • Lesen Sie den Kindern nun die erste Situation aus der Kopiervorlage vor.
  • Jedes Kind überlegt sich seine Antwort und stellt sich dann in jene Ecke, in der das Plakat hängt, dem es am ehesten zustimmt.
  • Danach schauen sich alle das Aufstellungsbild an, das sich ergibt.
  • Wer möchte, erklärt, warum er / sie sich an seinen / ihren Platz gestellt hat.
  • Stellen Sie Impulsfragen, z.B. wenn die Antworten sehr divergierende Meinungen ergeben und lassen Sie auch Diskussionen unter den Kindern zu.
  • Zum Abschluss können Sie noch fragen, ob jemand durch die Diskussion die Meinung geändert hat und sich an einen anderen Platz stellen möchte.
  • Danach lesen Sie die nächste Situation vor.
  • Diese Variante hat den Vorteil, dass das Stimmungsbild der Klasse auch im Raum sichtbar wird und die gemeinsame Diskussion gleich erfolgt.

 

Unterlagen für die Übung / Downloads


Kopiervorlage: "Welche Arbeit ist gut für Kinder, welche nicht?"

Links + Medientipps

 

polis aktuell 7/09:
Kinderrechte sind Menschenrechte
Das Heft stellt die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen vor und und versucht, das Spannungsfeld von Kinderrechten als gewährten Rechten und  Kinderrechten als echten Partizipationsrechten auszuloten. Ein Kapitel widmet sich der Umsetzung der Kinderrechte in Österreich. Den Blick auf die globale Situation richtet ein Abschnitt zur Weltbewegung der arbeitenden Kinder. Weiters finden Sie Unterrichtsbeispiele und zahlreiche Anregungen zur Umsetzung des Themas im Unterricht. Ein Serviceteil mit Literatur- und Linktipps bildet den Abschluss.
Bestellmöglichkeit und gratis Download unter: www.politik-lernen.at

 

Terre des hommes
www.tdh.de/kinderarbeit


Aktiv gegen Kinderarbeit
www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de

 

Greenpeace Marktcheck – Kinderarbeit
http://marktcheck.greenpeace.at/2528.html  

 

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Kontakt | Information


Elisabeth Turek

T 01/42 77-274 27

elisabeth.turek@politik-lernen.at



 

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