Pop ist mehr als „populäre Musik" - in ihm spiegeln sich auch gesellschaftliche Entwicklungen und politische Themen. Lieder bieten eine Möglichkeit, sich zu identifizieren, Stellung zu nehmen, Wut, Ängste oder Hoffnungen auszudrücken. Politische Botschaften haben sich im Pop in erster Linie über die jeweils „tonangebenden" Jugendkulturen verbreitet. Mündete allerdings musikalischer Protest vor 50 Jahren, zum Beispiel in der Ära des Vietnam-Kriegs, vielfach in eindeutige Stimme gegen den Krieg, bleiben politische Aussagen der popmusikalischen Gegenwart oft relativ unbestimmt, manchmal auch ambivalent. Das Politische spielt jedoch auch in Liedern, die offenbar frei von politischen Intentionen sind, insofern eine Rolle, als bestimmte Konstruktionen gesellschaftlicher Wirklichkeiten vermittelt werden.
Umgekehrt wirkt Pop in die Politik hinein - zum Beispiel über den Starkult mancher PolitikerInnen und über POPulistische Inszenierungen. Wollen neue WählerInnen gewonnen werden, ist schließlich jugendliches Image in den Medien gefragt.
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pa 7/08 Pop und Politik [898 KB]
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